Häufige Fragen zu U8- und U10-Feldspieltagen
Auf dieser Seite werden häufige Fragen zum Spielbetrieb der Altersklassen U8 und U10 im Niedersächsischen Hockey-Verband beantwortet. Die Informationen richten sich an Vereine, Trainerinnen, Jugendwartinnen, ausrichtende Vereine, Spielleiter*innen und interessierte Eltern.
Allgemeine Fragen
Die Zuordnung zur U8 oder U10 erfolgt nach den für die jeweilige Saison geltenden Geburtsjahrgängen. Entscheidend ist daher nicht das konkrete Lebensalter am Spieltag, sondern die jahrgangsbezogene Einordnung im Spielbetrieb.
Die U8 und U10 umfassen jeweils mehrere Jahrgänge. Innerhalb dieser Altersklassen werden unterschiedliche Spielformen angeboten, damit Teams entsprechend ihres Entwicklungsstands spielen können.
Die unterschiedlichen Spielformen ermöglichen eine kindgerechte Entwicklung des Hockeyspiels. Kinder sollen viele Ballkontakte haben, häufig am Spiel beteiligt sein und in überschaubaren Situationen Entscheidungen treffen können.
Kleinere Spielformen fördern besonders den Einstieg, viele Aktionen am Ball und einfache Spielsituationen. Größere Spielformen mit Torwart führen schrittweise an Raumaufteilung, Zusammenspiel, Abschlusssituationen und strukturierteres Hockeyspiel heran.
Im Mittelpunkt stehen eine altersgerechte Spielumgebung, viele aktive Spielsituationen, möglichst ausgeglichene Begegnungen und Freude am gemeinsamen Hockeyspiel.
Die Spieltage sollen Kindern ermöglichen,
- viel zu spielen,
- viele Ballkontakte zu haben,
- Entscheidungen im Spiel zu treffen,
- Erfolgserlebnisse zu sammeln,
- Regeln schrittweise zu verstehen,
- und sich sportlich weiterzuentwickeln.
Nein. Entscheidend ist der Entwicklungsstand des Teams.
Eine größere Spielform ist nicht automatisch besser. Für die Entwicklung der Kinder ist wichtig, dass die Spielform zum aktuellen Stand passt. Wenn Kinder in kleineren Spielformen mehr Ballkontakte, mehr Entscheidungen und mehr Erfolgserlebnisse haben, kann dies sportlich sinnvoller sein als ein zu früher Wechsel in eine komplexere Spielform.
Anmeldung und Verbindlichkeit
Die Anmeldung erfolgt über das bereitgestellte Anmeldeformular. Für jedes Team ist anzugeben, an welchem Spieltag und in welcher Spielform die Teilnahme gewünscht wird.
Bei der Zuordnung werden insbesondere berücksichtigt:
- die Altersklasse,
- die gewählte Spielform,
- das angegebene Spielniveau,
- die Anzahl der gemeldeten Mannschaften,
- die Mindest- und Maximalzahl des Spieltags,
- sowie die organisatorischen Möglichkeiten des ausrichtenden Vereins.
Dabei gilt: Eine gemeldete Mannschaft ist eine Mannschaft. Teilmeldungen oder „halbe Teams“ werden nicht berücksichtigt.
Mit der Anmeldung erklärt der Verein die verbindliche Absicht, mit dem gemeldeten Team am ausgewählten Spieltag teilzunehmen.
Sobald ein Spieltag auf Grundlage der eingegangenen Anmeldungen zustande kommt und bestätigt bzw. verbindlich fortgeschrieben wurde, ist die Teilnahme verbindlich.
Spieltage werden spätestens 12 Tage vor dem jeweiligen Termin verbindlich fortgeschrieben oder für weitere Anmeldungen gesperrt.
Mit der verbindlichen Fortschreibung steht fest, welche Teams für den jeweiligen Spieltag eingeplant sind. Ab diesem Zeitpunkt ist die Teilnahme verbindlich.
Die Verbindlichkeit ist erforderlich, damit Spielpläne, Feldkapazitäten, Spielzeiten und die Organisation vor Ort zuverlässig geplant werden können.
Ausrichtende Vereine bereiten Felder, Tore, Materialien, Spielpläne und Abläufe auf Grundlage der gemeldeten Teams vor. Kurzfristige Absagen können dazu führen, dass Spielpläne nicht mehr sinnvoll aufgehen, andere Teams weniger Spiele erhalten oder der gesamte Spieltag organisatorisch beeinträchtigt wird.
Eine spätere Abmeldung nach Zustandekommen des Spieltags ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.
Erfolgt eine Abmeldung ohne ausreichenden Grund oder tritt ein gemeldetes Team nicht an, kann dies als Nichtantreten gewertet werden.
Ein Nichtantreten kann nach den geltenden Bestimmungen des Verbandes mit einem Ordnungsgeld bzw. einer entsprechenden Gebühr belegt werden.
Der NHV ist unverzüglich zu informieren. Je früher die Information erfolgt, desto eher kann geprüft werden, ob der Spieltag angepasst oder ein anderes Team nachrücken kann.
Kurzfristige Änderungen sollten immer direkt und nachvollziehbar kommuniziert werden.
Für jede Spielform gibt es eine maximale Teamzahl. Ist ein Spieltag voll, können weitere Anmeldungen möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.
In diesem Fall informiert der NHV die angegebene Ansprechperson. Soweit möglich, kann auf alternative Spieltage oder passende Spielformen hingewiesen werden.
Ein Spieltag kommt zustande, wenn ausreichend Teams angemeldet sind und die organisatorischen Voraussetzungen erfüllt werden können.
Wird die Mindestzahl nicht erreicht, kann der Spieltag nicht oder nur in angepasster Form durchgeführt werden. In diesem Fall informiert der NHV die betroffenen Vereine.
Spielformen U8
In der U8 werden insbesondere folgende Spielformen angeboten:
- 3 x 3,
- 4 x 4,
- 6 x 6 mit Torwart.
Die Spielformen 3 x 3 und 4 x 4 werden in der Regel nach dem Königsspielprinzip durchgeführt. Das 6 x 6 mit Torwart ist eine weiterführende Spielform für Teams, die bereits über mehr Spielerfahrung verfügen.
Die Spielformen 3 x 3 und 4 x 4 sind besonders übersichtlich. Die Kinder haben viele Ballkontakte, treffen häufig eigene Entscheidungen und sind aktiv in das Spiel eingebunden.
Diese Spielformen fördern insbesondere:
- Ballführung,
- Orientierung zum Tor,
- einfache Zweikämpfe,
- Zusammenspiel in kleinen Gruppen,
- Freilaufen,
- Spielverständnis,
- und Freude am Spiel.
Beim Königsspielprinzip spielen Teams in kurzen Spielrunden parallel auf mehreren Feldern. Eine Spielrunde dauert in der Regel 8 Minuten.
Nach jeder Runde werden die Mannschaften abhängig vom Spielverlauf neu zugeordnet. Teams mit ähnlichem Spielniveau treffen dadurch möglichst schnell aufeinander.
Das Königsspielprinzip ermöglicht viele ausgeglichene Spiele, viele Ballaktionen, geringe Wartezeiten und ein möglichst passendes Spielniveau für jedes Team.
Gerade in der U8 ist das Königsspielprinzip besonders wertvoll, weil es den Kindern viele Erfolgserlebnisse, viele Entscheidungen im Spiel und eine hohe Beteiligung ermöglicht.
Das Spiel bleibt überschaubar, intensiv und kindgerecht. Gleichzeitig können unterschiedliche Spielstärken flexibel aufgefangen werden.
Das 6 x 6 mit Torwart eignet sich für U8-Teams, die bereits Erfahrungen in kleineren Spielformen gesammelt haben und an ein strukturierteres Spiel mit Torwart herangeführt werden sollen.
Diese Spielform fördert insbesondere:
- Spielübersicht,
- Raumaufteilung,
- Zusammenspiel über größere Distanzen,
- Orientierung in Angriff und Verteidigung,
- Verhalten vor dem Tor,
- und das Spiel mit Torwart.
| Spielform | Mindestzahl | Maximalzahl | Hinweis |
| U8 3 x 3 | 6 Teams | 10 Teams | bei 10 Teams werden 5 Felder benötigt |
| U8 4 x 4 | 6 Teams | 10 Teams | bei 10 Teams werden 5 Felder benötigt |
| U8 6 x 6 + TW | 4 Teams | 6 Teams | weiterführende Spielform mit Torwart |
Spielformen U10
In der U10 werden insbesondere folgende Spielformen angeboten:
- 5 x 5 mit Torwart,
- 6 x 6 mit Torwart.
Die Spielformen führen Kinder schrittweise an mehr Raumaufteilung, Zusammenspiel, Torwartspiel und strukturierte Spielsituationen heran.
Das 5 x 5 mit Torwart ist eine übersichtliche und entwicklungsorientierte Spielform innerhalb der U10.
Sie eignet sich besonders für Teams, die an das Spiel mit Torwart und an strukturiertere Spielsituationen herangeführt werden sollen, aber noch von einer reduzierten Komplexität profitieren.
Das 5 x 5 mit Torwart fördert:
- viele Ballkontakte,
- aktive Beteiligung aller Kinder,
- Orientierung zum Tor,
- Abschlusssituationen mit Torwart,
- Zusammenspiel in kleinen Gruppen,
- einfache Raumaufteilung,
- und den Übergang zu größeren Spielformen.
Das 6 x 6 mit Torwart ist die weiterführende Spielform innerhalb der U10.
Sie bietet mehr Raum, mehr Passoptionen und mehr Möglichkeiten für strukturiertes Zusammenspiel. Die Kinder lernen, Breite und Tiefe zu nutzen, sich in Angriff und Verteidigung zu orientieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Diese Spielform eignet sich für Teams, die bereits über Spielpraxis verfügen und in einem stärker strukturierten Kleinfeldspiel gefördert werden sollen.
| Altersklasse | Spielform / Liga | Mindestzahl | Maximalzahl | Hinweis |
| U10 LK1 | 6 x 6 + TW | 4 Teams | 6 Teams | für fortgeschrittenere Teams |
| U10 LK2 | 6 x 6 + TW | 4 Teams | 6 Teams | entwicklungsorientiertes Spielniveau |
| U10 LK2 | 5 x 5 + TW | 4 Teams | 6 Teams | Vorstufe zum 6 x 6 |
LK1 und LK2
Die Einordnung in LK1 und LK2 dient dazu, möglichst passende und ausgeglichene Begegnungen zu ermöglichen.
Dabei geht es nicht um eine Bewertung einzelner Kinder. Entscheidend ist der Entwicklungsstand des Teams insgesamt.
LK1 richtet sich eher an Teams, die bereits über mehr Spielerfahrung, Spielübersicht und Zusammenspiel verfügen.
Ein Team kann für LK1 geeignet sein, wenn die Kinder bereits in der Lage sind,
- sich auf dem Feld gut zu orientieren,
- bewusst zusammenzuspielen,
- Breite und Tiefe zu nutzen,
- mit Spielsituationen unter Gegnerdruck umzugehen,
- und über die gesamte Spielzeit handlungsfähig zu bleiben.
LK2 richtet sich eher an Teams, die sich noch im Aufbau befinden oder bei denen der entwicklungsorientierte Spielgedanke stärker im Vordergrund steht.
Ein Team kann für LK2 geeignet sein, wenn die Kinder noch stärker von überschaubaren Spielsituationen, klaren Abläufen und mehr Zeit für Entscheidungen profitieren.
Nein. LK1 und LK2 sind gleichwertige Bestandteile des U10-Spielbetriebs.
Die Einordnung dient der passenden Spielumgebung. Ziel ist, dass Kinder weder dauerhaft unterfordert noch überfordert werden und möglichst viele positive Spielerfahrungen sammeln können.
Ausrichtung eines Spieltags
Vereine können Spieltage als Ausrichter anbieten. Die Durchführung hängt von der verfügbaren Feldkapazität, der gewünschten Spielform, der möglichen Teamzahl und der organisatorischen Vorbereitung vor Ort ab.
Zusätzliche Spieltage können über das bereitgestellte Meldeformular vorgeschlagen werden.
Bei der Meldung eines zusätzlichen Spieltags sollten möglichst folgende Informationen angegeben werden:
- Datum und Uhrzeit,
- Altersklasse,
- gewünschte Spielform,
- verfügbare Zeit,
- Ansprechperson des Vereins,
- besondere organisatorische Hinweise.
Je nach Spielform sind insbesondere zu planen:
- Anzahl der benötigten Felder,
- Feldgröße und Markierungen,
- geeignete Tore,
- Torwartausrüstung,
- Bälle,
- Leibchen,
- Spielplan oder Ablaufplan,
- Spielleiter*innen,
- zentrale Ansprechperson vor Ort,
- kurze Information an die teilnehmenden Teams.
Das hängt von der jeweiligen Spielform und der Anzahl der teilnehmenden Teams ab.
Bei U8 3 x 3 und U8 4 x 4 werden bei 10 Teams insgesamt 5 Felder benötigt. Bei anderen Spielformen richtet sich die benötigte Feldkapazität nach Teamzahl, Spielplan und verfügbarer Zeit.